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Himingbjörg
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Für diesen meinen zweiten Roman, habe ich mir den Titel "Das Tagebuch des Wikingers" überlegt. Er beginnt in der heutigen Zeit in Island und schwenkt dann zwischen drin um in die Zeit eben dieses Wikingers, dessen Lebensgeschichte hier anhand seines Tagebuchs erzählt wird. Der Ausschnitt ist aus dem Leben des Wikingers wie leicht festzustellen sein wird, da ich dachte, da das eh den Großteil des Buches ausmacht ist es sinnvoller daraus einen Textauszug zu veröffentlichen. Wie schon gesagt ist dieser Roman noch nicht komplett fertiggestellt, da mir jetzt eine entscheidende Idee fehlt. Ich habe zwar das Ende schon vor Augen, aber wie es dazu kommt ist mir noch unklar. Bitte bedenkt auch, daß er, da er noch nicht beendet ist noch einer Überarbeitung bedarf!


Sigurd stand an der Reling und blickte aufs Meer hinaus, als wir die Anlegestelle erreichten.
"Haben wir schon einen neuen Auftrag?", fragte Magnus neugierig und stellte sich neben ihn an die Bordwand.
"Ja, wir müssen zu einem kleinen Dorf an der Westküste des keltischen Reiches, also kann es leicht zu Kämpfen kommen!"
"Hm. Naja, daß konnte uns doch noch nie erschüttern! Odin wird uns schon beistehen!"
"Ja, wie weit ist Thorfinn?", er wandte sich mir zu und musterte mich von oben bis unten.
"Er ist gut, nach Hakons Auskünften, ich denke um ihn müssen wir uns keine Sorgen machen!", Magnus grinste bei diesen Worten breit.
"In Ordnung, morgen früh kommt die Ladung, wenn wir sie an Bord haben brechen wir auf!", Sigurd warf mir noch einen kurzen Blick zu und wand sich dann wieder dem weiten Meer zu.
Als wir das Schiff wieder verlassen hatten fragte ich Magnus neugierig: "Was meint er mit Kämpfen? Wir sind doch Händler!"
"Das habe ich dir letztens schon erklärt, auch Händler werden mal überfallen und auf keltischen Boden wäre es ein Wunder, wenn wir ungeschoren davon kommen würden!"
"Wieso fahren wir da überhaupt hin. Ich verstehe das nicht. Wieso beliefern wir dieses Volk?"
"Weil dieses Dorf Verbündete von uns sind. Sie brauchen Waffen und wir liefern sie ihnen!", seine Worte klangen endgültig und sein genervter Tonfall ließ mich schweigen. Auf unserem Weg zurück in die Stadt begegneten wir Hakon. "Und habt ihr schon von unserem neuesten Auftrag gehört?"
"Ja, wir kommen gerade von Sigurd. Ich denke das könnte interessant werden!", grinste Magnus.
Die Beiden grinsten breit und gingen erneut zu der Kneipe, um sich noch ein letztes Mal vor unserer Abreise Befriedigung zu verschaffen. Ich hatte dazu überhaupt keine Lust und machte mich nach einigen Bechern Met wieder auf den Rückweg. Unterwegs wurde ich von einem Betrunkenen angehalten, er erzählte mir irgend etwas, daß ich wegen der gelösten Zunge nicht recht verstand. Als ich mich von ihm trennen wollte, griff er mich an und hielt mich fest, als sein Griff sich langsam löste und er wieder so häßlich zu grinsen begann, bemerkte ich das Messer in seiner anderen Hand, gerade noch rechtzeitig um Auszuweichen und einen Gegenangriff zu starten, ich schlug ihm gegen sein Schienbein und er kippte nach vorne. Irgendwie war es zu leicht und ich hätte wissen müssen, daß das eine Falle war, doch in meinem jugendlichen Leichtsinn bedachte ich das nicht und merkte die Falle erst, als ich von hinten gepackt wurde und der Betrunkene, der jetzt ganz nüchtern war, mit dem gezogenen Messer und einem miesen Grinsen auf mich zukam.
In Panik versuchte ich aus dem Griff zu entkommen, doch dieser war zu stark, ich schloß die Augen, um mich zu konzentrieren, was Hakon mir gezeigt hatte und ließ mich einfach nach einem Kopfschlag nach hinten fallen. Mein Hintermann war darauf überhaupt nicht vorbereitet und stürzte unter mich, ich löste mich aus dem Griff und versetzte ihm nun seinerseits einen Schlag zwischen die Rippen. Er krümmte sich am Boden und ich wollte mich gerade umdrehen, als ich einen Schatten wahrnahm und der Erste mir das Messer in den Bauch rammen wollte, durch eine schnelle Reaktion, die ich hinterher gar nicht begreifen konnte, fing ich den Stich ab und er versetzte mir nur einen tiefen Schnitt am Oberarm, den ich vor lauter Kampfeslust gar nicht mehr spürte, ich schlug ihm das Messer aus der Hand und versetzte ihm einen harten Tritt in seine empfindlichste Stelle, als er sich krümmte wollte der Andere wieder angreifen, doch als aus einer Seitengasse ein Klappern erklang, rannten die Beiden davon.
Alleine, bemerkte ich nun endlich die stark blutende Wunde an meinem Arm und versuchte die Blutung mit einem Stück aus meinem Hemd zu stillen, doch es wollte mir nicht gelingen. Mit letzter Kraft stolperte ich in die Gasse, aus der das Geräusch gekommen war und stürzte dort zu Boden.
Kurz vor der Bewußtlosigkeit packte mich eine Hand an meinem gesunden Arm und schüttelte mich leicht. Ich schlug die Augen auf und blickte in das schönste Gesicht dieser Welt. Thyra beugte sich über mich und untersuchte die Wunde. Hastig zog sie mich hoch und schleppte mich mit vereinter Kraft zu einer der umstehenden Hütten. Die Türe wurde von einem älteren Mann geöffnet, der mich mißtrauisch musterte, ehe er mich hochhob und hineintrug.
Danach weiß ich nichts mehr, außer daß ich, als ich aufwachte, alleine war und mein Arm sauber verbunden. Ich stand auf und schaute mich um, doch außer der Pritsche, auf der ich lag, gab es nichts in dem Raum.

© 09.09.2003 by ARATOS email: aratos_99@web.de